Keine Punkte trotz starker Leistung
Samstag, 7. März 2026 – Denkbar schlechte Vorzeichen bei dem Auswärtsspiel gegen Allach! Beim Hinspiel hatte man sich zuhause mit 24:33 geschlagen geben müssen und Allach hatte sich als Aufstiegskandidat hinter HT etabliert. Zwar lagen Milbertshofen zwei überzeugende Siege im Rücken, doch leider musste Coach Lars wieder mal auf einen sehr dezimierten Kader gucken und notgedrungen selbst die Hallenschuhe auspacken. So reiste Milbertshofen mit einem Spielercoach als einzigen Auswechselspieler und dem verletzten Jakob Hafner als Notfall-Mannschaftsverantwortlichen auf der Bank an.
Doch eben diese Unterlegenheit in der Aufstellung erlaubte es den Gästen, frei aufzuspielen — eigentlich gab es ja nichts zu verlieren. So startete Milbertshofen stark in die Partie und überraschte die Gegner mit hohem Tempo. Allach wirkte etwas nervös, als hätten sie ihre Gegner etwas unterschätzt. Die Fehler, die ihnen im Angriff unterliefen, konnte Mil mit einigen Kontern bestrafen. In der Anfangsphase lieferten sich die Mannschaften also ein Kopf-an-Kopf-Rennen, das bis zum taktisch optimal gesetzten verschnauf-Timeout nach genau 15 Minuten anhielt. Nach dem Timeout fing Mil an, fahriger zu werden und vor allem in Angriff Fehler zu machen, die Allach effektiv nutzen konnte. Als sich 5 Minuten vor der Halbzeitpause Mittelmann Leo Hell an der Rippe verletzte, wurde es langsam kritisch für die Gäste, da es keinen positionsgetreuen Wechselspieler gab. Coach Lars musste tatsächlich selber die Handballschuhe anziehen und auf ein Zwei-Achsen-System ohne Mittespieler umstellen. Mit einem 4-Tore-Rückstand robbte sich Milbertshofen in die Halbzeitpause. Zwischenstand: 14:19 für Allach.
Die zweite Hälfte begann zunächst, wie die erste aufgehört hatte: Milbertshofen hatte sich noch nicht in das neue Spielsystem eingefunden und drohte, den Boden unter den Füßen zu verlieren. Allach hatte nun besser in die Partie gefunden und konnte zeitweise auf 7 Tore davonziehen. Wieder nach einer Viertelstunde und einem Stand von 28:22 lag Aushilfscoach Jakob Hafner die Timeout-Karte auf den Zeitnehmertisch, um Milbertshofen Luft für die Schlussphase zu geben.
Und tatsächlich schöpften die Gäste wieder Selbstbewusstsein und gewöhnten sich langsam an das System über zwei Kreisläufer. Obwohl Mil in buchstäblich jedem geordneten Angriff den gleichen Spielzug stupide runterspielte, fand man immer wieder neue Lösungen, die Abwehr auszuspielen. Ein wichtiger Bestandteil wurde in dieser Phase die absolute Sicherheit von Richi Konrad, der heute auch aus dem kleinsten Winkel den richtigen Wurf fand und insgesamt 6 mal traf. Milbertshofen fand zurück in die Partie und konnte fast aufschließen, sodass Allach’s Coach 5 Minuten vor Schluss nochmal selber das Timeout nehmen musste.
In den letzten Minuten ging Milbertshofen immer mehr Risiko ein um die Chance auf einen Punkt aufrecht zu erhalten — Lars holte sich beinahe die rote Karte über dreifache zwei-Minuten ein. Doch letztendlich reichte Milbertshofen die Zeit nicht und musste sich mit 31:29 nach einem starken Kampf geschlagen geben.
TSV Allach – TSV Milbertshofen 31:29 (19:14)
Im Tor: Kili Freilinger
Auf dem Feld: Leo Hell, Elia Schmidt (8), Paul Oeing (4), Lars Baldauf (1), Lukki B. Dröppelt (5), Marius Fischer (5), Richi Konrad (6)
